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Warum eigentlich BIO?

Warum eigentlich BIO?

Bio ist, im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde. Doch was genau steckt eigentlich dahinter?

Wenn du Bio isst, kannst du sicher sein, dass die Lebensmittel nicht kontaminiert sind.  Von Kontamination spricht man, wenn Lebensmittel chemische Rückstände aufweisen: wenn Reste von Pflanzenschutzmitteln,  Allergenen oder pathogenen Mikroorganismen gefunden werden. In der Bio-Produktion finden sich deutlich weniger bis gar keine dieser Rückstände, da auf folgendes verzichtet wird: 

  • Pflanzenschutzmitteln
  • chemisch synthetische Dünger
  • vorbeugender Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren 

Diese Substanzen wirken sich nachteilig auf die Lebensmittelsicherheit aus und können zu Gesundheitsrisiken für den Verbraucher führen. Bei Bio-Produkten kannst du sicher sein, dass sie nicht durch synthetische Pflanzenschutzmittel belastet sind. 

Wir denken, dass Bio Standard sein sollte und haben deshalb unser gesamtes Sortiment umgestellt. Bio-Produktion unterliegt vor allem in Österreich sehr strengen Kontrollen. Im Detail wird bei Bio-Produktion darauf geachtet: 

  • geschlossene Kreisläufe: Was am Hof anfällt, wird wieder verwendet. So wird etwa auch Kompost erzeugt. Mist, Jauche und Gülle werden als Wirtschaftsdünger verwendet oder Leguminosen zur Stickstoffbindung im Boden angebaut. Der Einsatz von Kunstdünger, dessen Herstellung sehr energieintensiv ist, ist verboten.
  • den Boden beleben: durch selektive Fruchtfolgen, Ausbringung von Kompost und aufbereiteten Düngern und einer schonenden Bearbeitung des Bodens.
  • Biodiversität fördern: durch die Verwendung von angepassten Pflanzensorten und Tierrassen. Gleichzeitig werden KEINE chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
  • Klimaschutz: Keine Verwendung von synthetischen Düngern – das ist nicht nur gut für die Böden, sondern spart auch Energie. Die Landwirtschaft wurde revolutioniert, indem mithilfe des Haber-Bosch Verfahrens aus Stickstoff in der Luft synthetischer Stickstoffdünger umgewandelt wurde. Dies benötigt jedoch extrem viel Energie und führt zu Veränderungen im Stickstoffkreislauf. Das Ergebnis: ein Überschuss an Nitrat in den Böden und schließlich im Grundwasser, welches gesundheitsschädlich ist! Daher wird in der biologischen Landwirtschaft kein synthetischer Dünger eingesetzt und so unser Boden als auch unser wertvolles Grundwasser geschützt.

In diesem Zusammenhang wird jedoch oft diskutiert, dass Länder, die mit Ernteausfällen zu kämpfen haben auf synthetischen (oft effizienteren) Dünger angewiesen sind, um ihr Überleben zu sichern. Wie vieles andere ist auch Dünger keine Schwarz/Weiß-Angelegenheit, und man muss es differenziert betrachten.

Falls du mehr zu Düngemittel und dessen Beitrag zum Klimawandel lesen willst, ist diese Publikation sehr spannend.

Auch wichtig ist, dass Bio-Produkte mit weiten Transportwegen oft ihre positivere Klimabilanz einbüßen. Deshalb lohnt es sich, zusätzlich auch auf Regionalität zu achten. Außerdem sind Bio-Richtlinien von Land zu Land unterschiedlich; auch Bio Deutschland und Bio Österreich sind verschieden. Einzige Ausnahme: Demeter. Hier sind die Richtlinien weltweit gleich (und sogar noch strenger als beim Bio-Siegel).

Außerdem ist “Bio” eine Zertifizierung und nicht für alle (Klein-)Bauern leistbar! Dabei geht es nicht unbedingt um das Siegel selbst, sondern um die häufig damit verbundenen Umbauten am Hof, etc. Deshalb muss man gerade bei kleineren Bäuerinnen und Bauern sowie traditionellen Höfen gezielt nachfragen, wie gedüngt wird bzw. der Boden bearbeitet wird. Denn vielleicht wollen sie umsteigen und halten sich bereits an diverse Bio-Richtlinien, können aber für die Zertifizierung notwendige finanzielle Investitionen nicht stemmen. Also wieder wichtig: kein Schwarz/Weiß-Denken 😉

Quellen:
Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln, bmlrt.gv.at
Was ist biologische Landwirtschaft? (umweltberatung.at)
100720_Stickstoffbroschuere.pdf (wwf.de.

Faktencheck: ist Bio auch gesünder?

Quelle Bild:
Unsplash, Dan Dealmeid

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